20 Prozent der Hauseigentümer kennen nicht die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) an energieeffiziente Heizungen. Außerdem sind etliche Heizungen zu alt. Die Stadtwerke Kierspe verweisen dazu auf entsprechende Umfragen des forsa-Institutes und des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die novellierte Energieeinsparverordnung war am 1. Mai 2014 in Kraft getreten. Gas- und Ölheizungen, die älter als 30 Jahre sind, müssen demnach seit Jahresbeginn 2015 ausgetauscht werden. Niedertemperatur- und Brennwertkessel sind ausgenommen. Dazu Rolf Stiebing, Betriebsleiter bei den Stadtwerken Kierspe: „Was viele unterschätzen: jedes Jahr werden irgendwo wieder einige Heizkessel über 30 Jahre alt und rutschen damit in die Kategorie der auszutauschenden Heizsysteme. Das ist ja ein fortschreitender Prozess, kein einmaliges Stichtagereignis.“
Zum Start der Heizsaison geben die Stadtwerke Kierspe wichtige Tipps zum Heizen und Lüften in den heimischen vier Wänden. Der lokale Versorger warnt dabei vor dem Kardinalfehler beim Aufheizen einer Wohnung: dem Drehen des Thermostatventils auf die höchste Stufe. Dies verursacht nur unnötige Heizkosten. Ein schnelleres Aufwärmen der Räume wird so auch nicht erreicht. Rolf Stiebing, Technischer Leiter der Stadtwerke Kierspe, erklärt: „Ein Thermostat ist nun mal kein Wasserhahn. Ob man voll aufdreht oder nicht, hat auf das Tempo der Erwärmung keinen Einfluss.“
Die Stadtwerke Kierspe beginnen am Montag, 17. August, mit weiteren Modernisierungsarbeiten am Leitungsnetz. In der Straße Am Wernscheid im Ortsteil Röhnsal erneuert der heimische Wasserversorger die Trinkwasserleitung. Die Baumaßnahme wird vermutlich Anfang Oktober abgeschlossen sein. Mit größeren Verkehrsbehinderungen rechnen die Stadtwerke nicht.
Die Stadtwerke Kierspe blicken zufrieden auf die Geschäftsentwicklung des Jahres 2014 zurück. In einer Aufsichtsratssitzung wurde Mitte der Woche der Jahresabschluss für 2014 verabschiedet. Trotz des warmen Winters und der angespannten Lage des Gesellschafters ENERVIE wurden per 31. Dezember 2014 rund 608.000 Euro an die Bäderbetrieb Kierspe GmbH abgeführt, weitere gut 215.000 Euro erhielten entsprechend ihrer 37 Prozent Stadtwerke-Anteile der Gesellschafter ENERVIE und die weiteren beteiligten Unternehmen.